„Ich möchte jetzt gemeinsam mit einer Partnerin einen Friseursalon bei uns in der Stadt eröffnen. Klar, wir haben Verwandte, Bekannte und Freund*innen und Kundinnen und Kunden, die uns aus unseren ehemaligen Betrieben kennen. Aber wie machen wir uns jetzt noch weiter bekannt? Wie können wir am besten zeigen: „Hey, Leute! Wir sind jetzt da und verpassen euch die heißesten und trendigsten Styles der Welt!““
Wir wollen bekannt werden, wir wollen uns zeigen, wir möchten der Welt präsentieren, was wir Tolles drauf haben und sie begeistern – das funktioniert am besten mit einer guten Kommunikationsstrategie… und natürlich der Tatsache, dass wir es wirklich drauf haben, denn nichts verbreitet sich besser als die erlebte Begeisterung glücklicher Kundinnen und Kunden!
First Things First – Was ist eine Strategie?
Mit einer Kommunikationsstrategie überlegen wir, was wir anstellen müssen, um unsere Ziele in der Kommunikation zu erreichen; also welche konzeptionellen Überlegungen und Maßnahmen uns dort hinbringen. Wir überlegen also, mit wem wir wann, wie und warum in Kontakt oder bestenfalls in einen Dialog treten.
Als Kommunikationsstrategien können wir also einen mittel- bzw. langfristigen Verhaltensrahmen verstehen, der alle Maßnahmen erfasst, mit denen wir unsere Botschaften nach außen vermitteln. Mit ihnen kommunizieren wir eindeutig und zielgerecht und können ein professionelles Bild von unserem Unternehmen vermitteln.
Eine Kommunikationsstrategie sollte jedes Unternehmen haben. Egal, ob wir ein mittelständisches Unternehmen sind (Friseure, Bäckereien oder Apotheken) – wir brauchen eine Kommunikationsstrategie, die festlegt, was wir unternehmen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Sie bildet somit auch die Basis unseres Marketings. Wie möchten wir uns positionieren, wie möchten wir vor unseren Kundinnen und Kunden, aber auch vor unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auftreten? Diese Fragen sollte unsere Strategie beantworten.
Und was ist ein Konzept?
Alles, was ich tue und alle Kanäle, die ich verwende, um meine Leistungen, Angebote und/oder Produkte den Menschen zu präsentieren, also dem Markt und meiner Zielgruppe. Neben dieser behalte ich auch immer meine Unternehmenspolitik und auch meine Mitbewerberinnen und Mitbewerber im Auge.
Unser Kommunikationskonzept legt die Art der Kommunikation unseres Unternehmens fest und richtet sich nach unserer Unternehmenspolitik, gleichzeitig richtet es sich auch nach den Marketingzielen. Das Konzept fokussiert so präzise wie möglich unsere Zielgruppe, User*innen und Bezugsgruppen, denn wir möchten unsere Kundinnen und Kunden emotional ansprechen, mit Ihnen einen gute Verbindung aufbauen und festigen und ihnen mit der Art und Weise, wie wir mit Ihnen kommunizieren, zeigen, dass sie sich auf uns verlassen können, dass sie uns wichtig sind und bilden damit eine solide Vertrauensbasis.
Die Ausgangslage
Durch die täglich wachsende Informationsflut wird es für Unternehmen immer schwieriger Aufmerksamkeit zu erlangen. Da Unternehmen zunehmend nicht nur in Leistungs- und/oder Produktwettbewerb, sondern auch in Kommunikationswettbewerb miteinander treten, nimmt die Bedeutung einer der digitalen Zeit angepassten Kommunikation immer weiter zu. Die Außendarstellung gehört zu den wichtigsten Faktoren, um Kunden*innen auf uns aufmerksam zu machen und eine erfolgreiche Existenz am Markt zu garantieren.
„Sind wir handlungsorientiert unterwegs? Haben wir Flyer, einen Katalog, eine Website und „machen Kommunikation“, die Kernaufgabe im Marketing? Machen wir das eigentlich richtig? Wie gehen wir mit den neuen Themen und Entwicklungen um (Stichwort: Business Development)? Müssen wir Instagram, TicToc und LinkedIn integrieren? Was haben wir eigentlich für eine Strategie? Wie wollen wir Kommunikation betreiben? Sind wir mit allem auf dem richtigen und neuesten Stand?“
Wir sind im Zeitalter der Digitalisierung. Sind wir und die Menschen, die wir erreichen möchten in diese Zeit schon eingetreten? Sind unsere Konzepte bereits daran angepasst oder liegen sie doch eher noch im Analogen – spreche ich die Menschen also mit einem guten Flyer oder einer Broschüre eventuell besser an als mit einem TicToc-Video. Diese Fragen können Ihnen bei der Reflexion helfen:

- Wo stehe ich jetzt gerade? -> neuen Laden aufgemacht
- Wo möchte ich perspektivisch stehen? -> Kundinnen und Kunden gewinnen, neue Mitarbeiter*innen einstellen
- Was macht meine Leistung, meine Angebote und Produkt besonders? -> bin im weiten Umkreis der einzige, der auf trendige Damenfrisuren spezialisiert ist.
- Wer sind die Menschen, die ich erreichen möchte? -> Menschen, die die Looks der Stars und VIPs wollen.
- Wieso brauchen diese Menschen meine Leistung? -> sie möchten sich besonders fühlen, möchten sich schön und herausragend fühlen, möchten eine Frisur, die ihre Persönlichkeit wiederspiegelt.
- Welches Werbemittel passt zu uns? -> Website, Facebook, Instagram, Flyer, Broschüren etc.
- Was sind die Kernwerte, die wir kommunizieren wollen? -> Wir geben den Menschen die Qualität, die sie nicht nur wünschen, sondern auch verdienen!
Strategien, Konzepte und Perspektiven
Mithilfe eines Kommunikationskonzeptes oder auch einer Kommunikationsstrategie haben wir diese Fragen fokussiert und können diese Punkte genauer untersuchen. Der wichtigste Punkt ist, dass wir uns immer wieder darüber im Klaren sind, mit wem wir kommunizieren möchten. Digitale Medien unterstützen uns im Umgang mit den Menschen, die wir erreichen wollen. Sie bringen uns nicht nur mit ihnen in Verbindung, sondern wir bekommen ein viel genaueres Bild von ihnen, als es noch vor der digitalen Zeit möglich war. Wir können uns über die Medien mit den Menschen austauschen, mit ihnen in einen Dialog gehen. Diese wichtige Perspektive, die wir durch die digitale Kommunikation erhalten, eröffnet uns die Chance eine Kommunikationsstrategie mit den richtigen Instrumenten sinnvoll umzusetzen.
Richten wir unser Augenmerk dabei auf die gesamte Kommunikation, schauen wir also, was gerade in den einzelnen Abteilungen und Bereichen läuft, lassen wir die Erfahrungen und das Wissen der Mitarbeitenden in die Kampagnenplanung und -durchführung miteinfließen. Wir brauchen an dieser Stelle integrierte Lösungen, d. h. dass wir schauen, dass die Kampagne aus einem Guss kommt und die verschiedenen Medien (Flyer, Broschüren, Newsletter, Website, Posts etc.) aus der Corporate Identity sprechen – zur CI und CD bald mehr in diesem Blog 😉
Welche Instrumente verwenden wir für eine erfolgreiche Kommunikation?
Die Auswahl eines einzigen Kommunikationsinstrumentes reicht nicht aus, um unsere Zielgruppe auf bestmöglichem Weg zu erreichen. Vorzugsweise verwenden wir ein Gesamtkonzept, das aus Instrumenten besteht, die wir parallel orchestrieren. Es ist ein erfolgversprechender Weg, eine breitere und stärkere Wirkung zu erhalten oder eine breiter gefächerte Zielgruppe auf verschiedenen Kanälen anzusprechen. Dazu gibt es einige wichtige Kriterien, die wir bei der Auswahl des richtigen Kommunikationsinstrumentes beachten sollten.
Das Budget im Auge behalten
– Wie viel Zeit und Arbeit möchte ich investieren?
Zu Anfang budgetieren wir sämtlichen erforderlichen Mittel, die wir für unsere Kommunikationsaktivitäten benötigen und einsetzen möchten:
- Wie häufig veröffentliche ich zu welchen Thema einen Post bei Instagram, um die Kundinnen über neue Frisurentrends auf dem Laufenden zu halten?
- Wie häufig sollten wir eine Broschüre mit angepassten Preisen und Leistungen in welcher Stückzahl produzieren und bei welchen Gelegenheiten auslegen?
- Wir sammeln also im Vorfeld so viele Informationen zur Budgetierung wie möglich, um die Botschaften an unsere Zielgruppe effektiv und effizient zu übermitteln. Wir erreichen sie zur richtigen Zeit, am richtigen Ort mit den richtigen Nachrichten.
Damit unsere Nachricht ihre Wirkung erzielt
Die Botschaft soll die Inhalte des Unternehmens wirkungsvoll übermitteln. Unsere Leitideen verschlüsseln wir in Wort, Bild und Text etc., um unsere gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Botschaften können wir inhaltlich und formal unterschiedlich ausarbeiten, wodurch sie auf ihre je eigene Art und Weise wirken. Bei der formalen Gestaltung achten wir auf die Bilder, Typographie und die Farben u. a. Beim Inhaltlichen legen wir unser Augenmerk auf den Informationsgehalt oder die emotionale Ansprache. Wir gestalten die Botschaft strategisch aus und transportieren sie über die entsprechenden Kanäle im passenden Design.
Die Gestaltung der Kommunikationsmittel
Zusammenfassend schauen wir auf unsere gewählten Instrumente und Kanäle, behalten unsere Budgetierung im Auge und achten auf die Integration der erarbeiteten Kommunikationsmittel; wir achten also auf:
- die Inhalte mit unserer einheitlichen Strategie und Botschaft(en)
- ein einheitliches (audio)visuelles Auftreten
- eine abgestimmte Distribution; legen die Medien also zur richtigen Zeit am richtigen Ort aus (analog und/oder digital)
- ein einheitliches Wording, Framing, eine einheitliche Sprache
Erfolg – hat es denn nun auch geklappt?
Es ist immer wichtig einen guten Überblick über die Kommunikationsmaßnahmen zu behalten, damit wir beobachten können, welche Auswirkungen es hat, wenn wir an den verschiedenen Stellschrauben der Kommunikation drehen. So hat Katja beispielsweise unseren Instagram-Post zu den neuen Frisurentrends gelikt und geteilt, ihre Freundin Sabine fand den neuen Look von Prinzessin Cathrine bombastisch und möchte jetzt, dass wir für sie genau diesen Look zaubern – Wir haben eine neue Kundin gewonnen!
Wir überwachen also unsere Kommunikation und schauen, was gut klappt und was eher nicht so toll funktioniert. Das sind unsere KPI (Key Performance Indicators; Kennzahlen, die sich auf den Erfolg und die Leistung beziehen). Gute Kommunikationsstrategien lassen sich anpassen und sie entwickeln sich weiter.
Gerne geben ich Ihnen Ideen zur Entwicklung einer eigenen Kommunikationsstrategie an die Hand und unterstütze Sie dabei Konzepte für Maßnahmen zu entwickeln, die wir anschließend gemeinsam mit den richtigen Texten auf den passenden Kanälen, in den passenden Medien und Formaten direkt umsetzen können. Klingeln Sie also einfach mal durch oder schreiben eine Mail und wir finden eine gute Lösung.
Zum Abschluss habe ich Ihnen eine kleine, kompakte Übersicht zusammengestellt. Zu Kommunikationsstrategien gibt es von Drei-Schritten bis zu Siebenundneunzig-Schritten Mindmaps. Ich habe mich für die goldene Mitte entschieden – Fünf Schritte 😉

Mein Name ist Patrick Lehmhaus und ich bin Strategieentwickler, Konzeptioner und Texter für Kommunikation. Durch Jahre der berufspraktischen Erfahrung im Vertrieb, im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit weiß ich, worauf es in einer gelingenden Kommunikation in Unternehmen, Organisationen und Institutionen oder für die Etablierung der eigenen persönlichen Marke ankommt.

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