Wer ist Ihre Zielgruppe?
Bevor wir den Stift aufs Papier setzen – oder den Finger auf die Tastatur -, machen wir uns Gedanken darüber, wen wir eigentlich erreichen wollen. Wer ist meine primäre Zielgruppe? Wie sieht es mit einer sekundären Zielgruppe aus, die meine primäre Zielgruppe beeinflussen und informieren kann? Wie werden sie meine Website online finden? Welche Art von Fragen könnten diese Gruppen zu einem bestimmten Thema stellen? Wo sind sie online am aktivsten? Welche Art von Informationen benötigen sie?
Die Zielgruppen finden Webinhalte auf vielen verschiedenen Wegen – über soziale Medien, Links von anderen Websites, E-Mails und Suchmaschinen. Ein Text kann noch so gut geschrieben und informativ sein, wenn er nicht für Suchmaschinen optimiert ist, werden ihn wahrscheinlich nur wenige Menschen finden. Also: Welche Suchbegriffe würden Sie in Google eingeben? Wenn Sie einen Lebenslauf online stellen oder eine Website für Ihre freiberufliche Arbeit erstellen, nach welcher Art von Jobs suchen Sie dann? Achten Sie darauf, diese Begriffe in Überschriften und Zwischenüberschriften zu verwenden.
Die „umgekehrten Pyramide“

Web-Leser haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne – sie entscheiden innerhalb von Sekunden, ob Ihre Website die benötigten Informationen enthält. Strukturieren Sie Ihre Inhalte deshalb wie eine umgedrehte Pyramide oder einen Kegel. Die wichtigsten Informationen stehen dabei ganz oben auf der Seite. Es folgen dann schrittweise die spezifischeren, unterstützenden Informationen in den unteren Ebenen.
Ein Beispiel: Sie erstellen eine Webseite über eine Konferenz. Die wichtigsten Details sind Thema, Datum und Ort und erscheinen ganz oben auf der Seite. Unterstützende Details wie Redner und ihre Vortragsthemen folgen. Die weniger wichtigen Informationen – wie z. B. die Organisator*innen der Konferenz, die Geschichte der Konferenzreihe oder eine Liste verwandter Ressourcen – erscheinen unten auf der Seite.
Kurze, einfache Sätze
Lange Sätze sind etwas für Charles Dickens – die kurze Aufmerksamkeitsspanne des heutigen Durchschnittslesers erfordert Sätze von 35 Wörtern oder weniger. Daher erreichen leicht zugängliche und einfach zu lesende Website-Inhalte ein größeres Publikum. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Ihren eigenen Text beurteilen sollen, dann ist es hilfreich, die Lesbarkeit Ihrer Texte mit einem Online-Tool zu überprüfen. Die meisten der gängigen Modelle basieren auf der Länge der Wörter und Sätze in einem Text. Auch Microsoft Word scannt Ihren Text auf Lesbarkeit: Microsoft Word und ebenso die Website Wortliga.
Eine aktive Stimme für den aktiven Leser
Aktive statt passive Verben verwenden und das Subjekt des Satzes angeben. Schreiben Sie zum Beispiel nicht „Produkte können auf unserer Website bestellt werden“, sondern „Sie können Produkte auf unserer Website bestellen“. Die aktive Stimme hilft dabei, prägnante, leserfreundliche Sätze zu formulieren. Sie ist auch direkter; wenn Sie sich direkt an das Publikum wenden („Sie können es tun“), ist das ansprechender als „Es kann getan werden“. „Show, don’t tell“ – Beschränken Sie Ihre Prosa nicht auf Allgemeinplätze und hochtrabende Aussagen. Konkrete, reale Beispiele helfen den Lesern, Ihre Botschaften besser zu verstehen und zu visualisieren: „Dies ist das beste Katzenspielzeug, das man für Geld kaufen kann“ oder: „Wir haben das Katzenspielzeug „Kirre Katze“ aus strapazierfähigem, 100-prozentigem Naturkautschuk hergestellt, den selbst die spitzesten Klauen und Zähnen nicht zerreißen können.“ Zudem ist es vorteilhaft, den Inhalt in Abschnitte mit passenden Zwischenüberschriften zu unterteilen. Eine Webseite über Klimathematiken könnte beispielsweise Informationen unter den folgenden Überschriften anordnen:
Was ist der Klimawandel?
Ursachen des Klimawandels
Aktuelle und prognostizierte Auswirkungen des Klimawandels
Lösungen zur Emissionsreduzierung
Mehr erfahren
Diese Zwischenüberschriften unterstützen nicht nur Ihre Leser*innen sich auf der Seite zurechtzufinden, sie helfen auch den Suchmaschinen, Ihre Inhalte zu finden (Stichwort SEO).
Multimedia einbinden
Unser Gehirn verarbeitet visuelle Informationen schneller als ein Text sie vermitteln kann. Ein einfaches Diagramm oder eine Grafik kann ein komplexes Thema oft besser erklären als ein Text allein es kann. Softwares wie Canva und Piktochart helfen Ihnen, selbst Grafiken zu erstellen und Bilder in Ihre Website einzubinden. Bilder lockern den Text auf die Seite wirkt sympathischer – ein Bild pro Seite sollte da schon genügen.
Die Website als Schichtkuchen
Über Websites können wir unsere Leser*innen einfach von einer Seite zur nächsten leiten. Sie unterstützen Sie dabei weitere gute Inhalte zu finden, indem Sie bestimmte Wörter oder Sätze mit anderen relevanten Ressourcen verlinken, insbesondere mit denen auf Ihrer eigenen Website. Auf diese Weise können Sie dafür sorgen, dass sich die Besucher mit Ihren Inhalten beschäftigen und sich auf Ihrer Website bewegen:
„Genauso würzig wie der herzhafte Zucchini-Feta-Kuchen schmeckt unsere Zucchini-Quiche, die mit Ziegenkäse und Tomaten zubereitet wird. Noch mehr herzhafte Kuchen Rezepte finden Sie hier. Entdecken Sie auch unsere Kuchen im Glas-Rezepte! Oder backen Sie ein Zupfbrot selbst! Und wer noch nicht genug vom Kuchen hat, für den hätten wir noch ein passendes Rezept für ein Dessert in petto: Milchmädchenkuchen!“
Quelle: https://www.edeka.de/rezepte/rezept/zucchini-feta-kuchen.jsp
Der Aufbau dieser internen Links innerhalb Ihrer eigenen Website hilft auch Ihrer Suchmaschinenoptimierung, aber denken Sie daran, dass Ihre Links relevant und auch wirklich hilfreich sind. Ist der Text mit Links überfrachten, wissen die Besucher*innen nicht, worauf sie klicken sollen – und klicken schlimmstenfalls weg.
Lust auf mehr
Gute Websites schließen jede Seite mit einem starken Call-to-Action (oder kurz CTA) ab. Gibt es eine Person, die die Leser*innen für weitere Informationen kontaktieren sollten? Ein interessantes Video, das sie sich ansehen sollten? Wie wäre es mit einem verwandten Blogbeitrag oder einem Bericht, den man herunterladen kann? Diese Strategie hilft den Leser*innen, auf andere Bereiche Ihrer Website zu verweisen, und motiviert sie, Ihre Inhalte an Freunde und Verwandte weiterzuempfehlen.
Halten Sie diese Handlungsaufforderungen kurz und beginnen Sie sie mit aktiven Verben wie „Herunterladen“, „Teilen“, „Mitmachen“, „Anmelden“, „Mehr erfahren“ oder „Ansehen“. Und natürlich sollten Sie darauf achten, dass Sie den korrekten Link einfügen, der es den Lesenden ermöglicht, die von Ihnen geforderte Aktion auszuführen.
Und bevor wir jetzt zu meinem persönlichen Call-To-Action-Button kommen, lassen Sie mich noch schnell darauf hinweisen, dass ich Sie natürlich sehr gern Texte für Sie verfasse, die diese Punkte berücksichtigen, damit wirksame Inhalte auf Ihren Websites entstehen, die auch die scannende und flüchtige Leserschaft erreichen, die gerade nur auf dem Sprung ist.
Mein Name ist Patrick Lehmhaus und ich bin Strategieentwickler, Konzeptioner und Texter für Kommunikation. Durch Jahre der berufspraktischen Erfahrung im Vertrieb, im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit weiß ich, worauf es in einer gelingenden Kommunikation in Unternehmen, Organisationen und Institutionen oder für die Etablierung der eigenen persönlichen Marke ankommt.

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